Wassergewinnung im Ruhrtal
Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Die Wasserwerke im Ruhrtal beliefern Millionen von Menschen mit dem kostbaren Gut - Grund genug, sich das einmal genauer anzusehen.

Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Die Wasserwerke im Ruhrtal beliefern Millionen von Menschen mit dem kostbaren Gut. Grund genug, sich das einmal genauer anzusehen, dachte sich Heinz Braunsmann vom ADFC Sendenhorst und organisierte eine Tour zum Wasserwerk Hengsen/Ruhr, wo eine Besichtigung interessante Einblicke in die Wassergewinnung gab.
Mit Radanhänger und Fahrgemeinschaften brach die Radgruppe um 10.00 Uhr morgens zunächst zum Startpunkt in Unna auf. Dort stieg man dann auf die Räder um die 54 Kilometer lange Strecke ins Ruhrtal anzugehen.
Gelegenheit zu einer ersten Rast bot das Haus Opherdicke, ein ehemaliges Rittergut, das vom Kreis Unna umfangreich saniert wurde und heute als Museum und Veranstaltungsort dient. Bemerkenswert ist auch das schöne Parkgelände, das einen Rundgang lohnt.
Über schöne, teils versteckte Nebenwege führte die Strecke mit großartigen Ausblicken über das Sauerland dann vorbei am Gehrenbach-Stausee bei Schwerte in das Ruhrtal. Dort erreichten die Radlerinnen und Radler schließlich das Wasserwerk Hengsen, eines der zahlreichen Wasserwerke an der Ruhr. Im komfortabel ausgestatteten Informationszentrum des Werkes gab es dann nicht nur frisches, gut gekühltes Wasser, sondern auch Hintergrundinformationen zum Verfahren der Wassergewinnung im Ruhrtal. Das von den Wasserwerken Westfalen betriebene Werk besteht seit 1908. 152 Hektar stehen als Wassergewinnungsgelände zur Verfügung. Zur Grundwasseranreicherung wird hier vorgereinigtes Ruhrwasser über große Versickerungsbecken in den Untergrund infiltriert. Verschiedene Reinigungsschritte sorgen schließlich dafür, das große Mengen an Trinkwasser für Millionen von Nutzern bereitgestellt werden können.
Auch bei längerer Trockenheit führt die Ruhr genügend Wasser, um die Versorgung zu gewährleisten. Ein breit gefächertes System von Stauseen im Einzugsbereich der Ruhr und ihrer Nebenflüsse sorgt dafür, dass stets ein festgelegter Mindestabfluss des Flusses garantiert werden kann.
Beeindruckt, aber auch gut erfrischt, ging die Fahrt weiter über den Ruhrtal-Radweg nach Fröndenberg. Hier sorgte eine ausgiebige Kaffeepause im Schatten dafür, dass trotz der großen Hitze noch genügend Kraft und Energie für die anstrengende Rückfahrt zum Ausgangspunkt in Unna aufgebaut werden konnte. Schließlich mussten auf dem Weg von Fröndenberg nach Unna die Höhen des Haarstrangs überwunden werden - keine einfach Aufgabe bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten. Belohnt wurden die ADFC'ler aber mit fantastischen Ausblicken in das Sauerland im Süden und in die Weiten der Westfälischen Buch im Norden, die für die Mühen eine großartige Entschädigung darstellten.