Gute Laune und viele Sehenswürdigkeiten - 2-Tages-Tour nach Gütersloh
Die diesjährige 2-Tages-Tour des ADFC Sendenhorst führte nach Gütersloh. "Gütersloh - ist ein Gefühl" lautete das Motto der Reise. Aber auch der Hin- und Rückweg war reich gespickt mit Wasserschlössern und anderen Sehenswürdigkeiten.

Am Wochenende vom 13. zum 14. Juni trafen sich 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer 2-Tagestour nach Gütersloh. “Gütersloh - ist ein Gefühl” lautete das geheimnisvolle Motto der Radreise, die von den TourGuides Maria Schäfer und Renate König sorgsam ausgearbeitet war.
Der Hinweg über Oelde, Möhler und Rheda stand unter dem Schwerpunkt „Wasserschlösser“. Da war zunächst das Haus Geist, idyllisch eingebettet in das Waldgebiet “Geisterholz” bei Oelde - ein barockes Schmuckstück in der Münsteländer Parklandschaft, dessen Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückführen. Noch weiter zurück, nämlich bis ins 11. Jahrhundert, reicht die Geschichte des barocken Wasserschlosses Möhler, das im gleichnamigen Ortsteil von Herzebrock-Clarholz liegt, allerdings leider nicht frei zugänlich ist.
Haus Bosfeld, westlich von Rheda gelegen, war der nächste Anlaufpunkt. Das 1725 erbaute barocke Herrenhaus mit seinem hübschen Dreiecksgiebel ist vollständig von einer Gräfte umgeben und diente als willkommene Kulisse für ein Gruppenfoto. Ein weiterer Aufenthalt zeigte dann die beeindruckende Anlage von Schloss Rheda, dessen Keimzelle eine mittelalterliche Burg aus dem Jahr 1170 bildet. Das schöne Schloss vereint heute gleich mehrere Baustile: einen Kapellenturm aus dem 13. Jahrhundert, einen Renaissancetrakt mit Galerie und einem Barockflügel.
Heute werden viele dieser Schlösser für Ausstellungen, Konferenzen und Seminare genutzt und bieten ein historisches Ambiente für Konzerte und Hochzeiten.
Gegen 16 Uhr erreichte die Gruppe Gütersloh, wo sie bereits im Hotel „Flussbett“ erwartet wurde. Nach einem rustikalen Abendessen im „Brauhaus“ übernahm die Stadtführerin Brunhilde Kohls alias „Güths Mariechen“ das Wort. Die einstige Marktfrau, die von 1874 bis 1952 in Gütersloh lebte, ließ die Stadtgeschichte lebendig werden. Mit Witz und Schlagfertigkeit gab sie neben Einblicken in die Historie auch allerlei Dönekes zum Besten. Noch heute erinnert die Statue am Kolbeplatz an die einstige Marktfrau. Mitten im Stadtpark befindet sich der 1912 angelegte Botanische Garten. Themengärten wie Astern-, Stein-, Lavendel- und Apothekergarten boten den Radlern und Radlerinnen ein vielfältiges Bild.
Dann ging es wieder auf die Räder Richtung Heimat. Entlang der Dalke, einem idyllischen Nebenfluss der Ems, führte die Tour vorbei am Benediktinerinnenkloster Herzebrock und am Schloss Vornholz bei Ostenfelde. Kurz vor dem Ziel pausierte die Gruppe im Landgasthof Samson in Tönnishäuschen. Dort war der Tisch bereits gedeckt und man ließ bei Kaffee und Kuchen das gelungene Wochenende Revue passieren.